Gasvergleich: Die besten Gasanbieter im Test

Auf dem deutschen Gasmarkt gibt es mittlerweile mehr als 950 Gasanbieter. Bis vor einigen Jahren war ein derart großer Wettbewerb noch undenkbar. Die Zahl der Versorger stieg erst seit der Liberalisierung des Gasmarktes im Jahr 2006 an. Ab diesem Zeitpunkt konnten Verbraucher ihre Anbieter fortan frei auswählen und die Anbieter begannen damit, um die Kunden zu konkurrieren.

Wozu wird Gas benötigt?

Ungefähr die Hälfte aller deutschen Haushalte wird mit dem fossilen Energieträger Gas geheizt und das Warmwasser aufbereitet. Allerdings schwankt der Preis für Gas sehr stark. Die Schwankungen werden von den Gaslieferanten zum Teil mit Verzögerungen oder auch sofort an die Verbraucher weitergeleitet.

Durch einen Gasanbieter Vergleich können Verbraucher deshalb viel Geld sparen. Daneben bieten die Gasversorger regelmäßig attraktive Tarife an, was einen Gasvergleich noch lohnenswerter macht.

Gaskunden verschaffen sich damit schnell einen Überblick über mögliche Tarife, damit verbundene Gaskosten und Einsparmöglichkeiten. Insbesondere gegen Ende der Laufzeit des derzeitigen Vertrages ist ein Vergleich ratsam. Dies gilt auch dann, wenn der aktuelle Versorger eine Preiserhöhung angekündigt hat, die möglicherweise das Sonderkündigungsrecht mit sich bringt.

Gasheizung

Tipp: Sichern Sie sich gegen unvorhersehbare Preissteigerungen mit Preisgarantien ab, freuen sie sich bei einem Anbieterwechsel über attraktive Prämien und nehmen Sie den Wechselservice in Anspruch, der von zahlreichen Gasversorgern angeboten wird.

Die Entwicklung von Gaspreisen für deutsche Haushalte

Die Schwankungen der Gaspreise sind stärker als bei den Strompreisen. Als die Liberalisierung der Energiemärkte im Jahr 1998 beschlossen wurde, waren ein Gasvergleich sowie ein Anbieterwechsel noch nicht möglich. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keinen richtigen Wettbewerb, die Preise wurden von den großen Gasanbietern bestimmt.

Aus diesem Grund wäre ein Preisvorteil kaum erzielbar gewesen. Erst durch die Initiative des Bundeskartellamtes vom 1. April 2006 entwickelte sich zwischen den deutschen Anbietern ein Wettbewerb. Daraufhin setzten bei den Gaspreisen deutliche Schwankungen ein.

Die heutigen Gaspreise ändern sich aufgrund unterschiedlicher Faktoren. Eine große Rolle spielen zum Beispiel saisonale Aspekte. Demnach ist der Gaspreis in den Wintermonaten häufig höher als im Sommer. Der Preis ist also immer dann höher, wenn es eine starke Nachfrage gibt. Aber auch weitere Faktoren spielen in die Preisentwicklung hinein. Diese werden nachfolgend genannt.

Weitere Informationen sind verfügbar:

Einflussfaktoren auf den Gaspreis

  1. Politische Unruhen

Aus den Niederlanden, Norwegen und Russland wird sehr viel Gas nach Deutschland importiert. Somit hatte zum Beispiel die Ukraine Krise einen sehr großen Einfluss auf den Gaspreis. Deutschland macht sich von russischen Gaslieferungen in einem sehr großen Umfang abhängig, was vielfach kritisiert wird. Auf der anderen Seite ist Russland einer der größten Gaslieferanten, die es gibt.

  1. Ölpreisbindung

Über einen langen Zeitraum hinweg war der Erdgaspreis beinahe automatisch an den Ölpreis gekoppelt. Im Frühjahr 2010 entschied der Bundesgerichtshof aber, dass den Gasversorgern dieses Vorgehen untersagt ist. Bis heute ist aber nicht sicher, ob die Verbindung zwischen dem Gaspreis und dem Ölpreis hundertprozentig aufgehoben wurde.

  1. Gasförderung

Im Jahr 2020 sieht die „Energy Watch Group“ das Erdgas-Förder-Maximum erreicht. Die Gaspreise werden im Anschluss sehr wahrscheinlich steigen. Das sogenannte Fracking könnte alternativ zwar Abhilfe schaffen, allerdings sind die Risiken dieser Fördermenge bis dato nicht vollständig bekannt. Insbesondere in dicht besiedelten Regionen wie Europa gilt sie als sehr risikoreich, weil es unter anderem starke Veränderungen der geologischen Strukturen verursachen kann.

  1. Ausbau der Pipeline

Weitere Pipelines, die durch sichere Staaten verlegt werden, haben auf den Gasmarkt einen beruhigenden Effekt. Die neue TAP-Pipeline, die die europäische Union ab 2019 bzw. 2020 von Aserbaidschan aus mit Gas versorgen wird, ist ein Hoffnungsträger. Die Pipeline wird nicht über russisches Gebiet verlaufen.

  1. Besteuerung von Gas

Die Statistik weist zwar einen recht konstanten Steuersatz von ungefähr 24 Prozent des Gaspreises aus. Die Steuerbelastungen der Verbraucher steigen trotzdem, wenn der Gaspreis steigt.

Mit dem Gasvergleich den Gasmarkt aktiv beeinflussen

Während der letzten Jahre haben sich die Einkaufspreise für Erdgas rückläufig entwickelt. Davon konnten Gaskunden kaum profitieren. In Zukunft werden die Gaspreise voraussichtlich stetig steigen, was auf die zunehmende Verknappung der Ressource Gas zurückzuführen ist. Verbraucher können sich derartigen Tendenzen aber durch einen Gasanbieter Vergleich, gefolgt von einem Gasanbieter Wechsel, zumindest kurzzeitig entziehen.

Es ist sogar möglich, den Gasmarkt mit dieser Maßnahme zu beeinflussen. Denn je mehr Menschen bereit sind, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, desto schneller müssen die teuren Versorger ihre Preise nach unten anpassen. Über kurz oder lang wird sich vermutlich auch Biogas dem Preisniveau von Erdgas annähern.

Zwar ist Biogas derzeit noch recht teuer. In den nächsten Jahren werden wahrscheinlich aber weitere Biogasanlagen errichtet, so dass es möglich ist, Biomasse in größerem Umfang zu vergären.

Mit einem Gasvergleich zum günstigeren Gaspreis

Ein Gasanbieter Wechsel nach einem Gasvergleich kann eine Ersparnis von mehreren hundert Euro im Jahr mit sich bringen. Verbraucher sollten in diesem Zusammenhang wissen, wie sich der Gaspreis genau zusammensetzt (s. auch Gasanbieter Vergleich – jetzt den besten Gasanbieter finden). Folgende Angaben bezeichnen die ungefähren Komponenten:

  • 50 Prozent: Einkauf und Vertrieb
  • 25 Prozent: Messungen, Abrechnungen und Netzentgelte
  • 25 Prozent: Steuern und Abgaben wie Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Gassteuer

Im Gegensatz zum Strompreis greift der Staat beim Gaspreis nur ein Viertel des gesamten Preises ab. Einen Viertelpreis bekommen darüber hinaus die Gasnetzbetreiber für die Errichtung und die Wartung der Leitungsnetze sowie die Bereitstellung der Gaszähler und deren Ablesung.

Die andere Hälfte des Gaspreises geht an die Gasanbieter. Eben aus diesem Grund ist der Gasanbieter Vergleich für Verbraucher so interessant. Gasversorger können in den Bereichen Vertrieb und Einkauf von Gas überwiegend frei kalkulieren, was ihnen entsprechende Spielräume verschafft. Damit können sie in einen starken Wettbewerb treten und den Kunden Tarife zu unterschiedlichen Konditionen anbieten.

Aus diesen Gründen lohnt sich ein Gasvergleich in Deutschland

Die Öffnung des Gasmarktes hat den Verbrauchern im Endeffekt über 950 Gasversorger mit mehr als 10.000 Gastarifen gebracht. Jedem Verbraucher stehen je nach Wohnort etwa 90 Tarifmodelle im Gasvergleich zur Auswahl. Diese Möglichkeit haben bereits viele Verbraucher erfolgreich genutzt. In den vergangenen Jahren hat sich die Wechselbereitschaft deutlich erhöht.

Jährlich wechseln demnach über eine Million Haushalte mit Gasanschluss ihren Gasanbieter. Dies entspricht ungefähr zehn Prozent aller Gasanschlüsse im Land. Das Potenzial für wechselwillige Gasnutzer liegt somit bei rund 90 Prozent.

Wahrscheinlich werden immer mehr Verbraucher im Zuge weiterer Preissteigerungen auf einen Wechsel des Gasversorgers setzen und sich damit unter anderem Vorteile wie

  • Boni für Neukunden,
  • Sofortboni,
  • Nettopreisgarantien und
  • kurze Vertragslaufzeiten

sichern. Mittlerweile sind es nur noch etwa 20 Prozent der privaten Haushalte, die ihr Gas von einem der größten drei Gaslieferanten beziehen.

Fernseher als Prämie

Tipp: Ein Gasvergleich gibt Ihnen die komfortable Möglichkeit, mit Hilfe von Filterkriterien die Liste der Anbieter und deren Tarife auf Ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Unter Angabe einiger Punkte wie der Größe der zu beheizenden Fläche, der Postleitzahl und dem bisherigen Verbrauch kann ein Gasvergleich online ganz einfach durchgeführt werden.

Unsere Ratgeber rund um Gas- und Stromanbieter Prämien:

Wann kann ich den Gasanbieter wechseln?

Oftmals fragen sich Wechselwillige, ob es möglich ist, den Gasanbieter jederzeit zu wechseln. Damit verbunden stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt ein Gaskunde kündigen muss, um eine Ersparnis in Anspruch nehmen zu können? Die Antwort hängt vom bisherigen Gasvertrag ab.

Damit gehen unterschiedliche Kündigungsfristen einher:

  • Regionale Gas-Grundversorger:

Wer vom Grundversorger der Region Gas bezieht, muss eine Kündigungsfrist von zwei Wochen einhalten. Das heißt, dass der Gaskunde dem Grundversorger unter Einhaltung dieser Frist jederzeit kündigen kann.

  • Alternative Gasanbieter:

Ein Vertrag mit einem alternativen Gasversorger läuft in der Regel mindestens 12 Monate. Außerdem wird im Vertrag eine bestimmte Kündigungsfrist festgeschrieben, die der Verbraucher in den Versorgungsbedingungen nachlesen kann. Für gewöhnlich können Kunden ihren Gasliefervertrag bei einem alternativen Gasanbieter frühestens sechs Monate und spätestens drei Wochen vor Vertragsende kündigen.

Bei den alternativen Gasanbietern gibt es ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Dieses besteht in den meisten Fällen, wenn der Gasversorger eine Preiserhöhung ankündigt. Der Versorger weist den Kunden in seinem Ankündigungsschreiben auf dieses Recht hin. Der Verbraucher hat dann zwei Wochen Zeit, um den bisherigen Gastarif zu kündigen. Er kann sich entweder für einen anderen Tarif entscheiden oder zu einem anderen Gasanbieter wechseln.

Was ist unter der Gas-Preisgarantie zu verstehen?

Ein Gasvergleich hilft dabei, schnell und unkompliziert den besten Gasanbieter zu finden. Im Rahmen des Vergleichs werden alle Tarife übersichtlich dargestellt. Dabei werden unter anderem die mögliche Ersparnis, die Nettopreisgarantie sowie Sofort- und Neukundenboni betrachtet. Aber was bedeutet diese Nettopreisgarantie für den Kunden eigentlich?

Aber Achtung: Sollte es zu einer gegenläufigen Entwicklung kommen und die Gaspreise sinken, zahlen Verbraucher möglicherweise über mehrere Monate mehr für ihr Gas, als die Marktpreise hergeben.

Deshalb ist es grundsätzlich empfehlenswert, sich für einen Gastarif mit Preisgarantie zu entscheiden, der zudem eine kurze Mindestvertragslaufzeit aufweist. Damit bleibt der Kunde flexibel und kann seinen Gasvertrag bei einem Gas Preisverfall nach Ablauf der Vertragslaufzeit zu günstigeren Konditionen abschließen.

Darüber hinaus können private Verbraucher davon ausgehen, dass die meisten Gasanbieter eine eventuelle Erhöhung des Preises bereits einkalkuliert haben. Das bedeutet, dass der monatliche Gasabschlag von Vornherein höher ausfällt, um mögliche Preisschwankungen auszugleichen. Nicht zuletzt lohnt auch ein Blick auf das Kleingedruckte. Nahezu alle Gasanbieter geben die Erhöhung von Abgaben und Steuern auch bei preisgebundenen Tarifen an die Verbraucher weiter.

Wie sinnvoll ist ein Gasvergleich für Bio- und Ökogas?

Ein Gasvergleich sollte in der heutigen Zeit auch diese Option beinhalten. Viele Kunden entscheiden sich bewusst für Öko- und Biogas-Tarife, die in ihrer Region angeboten werden. In allen deutschen Regionen stehen mittlerweile entsprechende günstige Gastarife zur Auswahl. Dabei sind die „grünen“ Tarife häufig nicht mehr teurer als die Tarife für konventionelles Erdgas.

Vor allem jene Gaskunden, die bislang über einen Grundversorger Gas bezogen haben, erzielen durch einen Gasvergleich eine deutliche Kostenreduzierung. Jedes Jahr sind so viele hundert Euro Ersparnis möglich. Dies, verbunden mit dem Umweltgedanken, ist ein guter Grund, gegebenenfalls den Gasanbieter zu wechseln.

Häufig gestellte Fragen zum Gasvergleich

In diesem Abschnitt finden Sie eine Übersicht typischer Fragen und Antworten zum Gasvergleich:

1. Wie lang sollte ich die Laufzeit des Gastarifs wählen?

Wie lang die Laufzeit des Gastarifs sein sollte, hängt vom jeweiligen Tarif und der persönlichen Situation ab. Wer generell wechselfreudig ist und in regelmäßigen Abständen einen Gasvergleich durchführt, kann sich etwa für eine kurze Laufzeit von drei oder sechs Monaten entscheiden.

Dies trifft ebenso bei Gastarifen mit Preisgarantie zu. Gastarife mit Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten sind zum Beispiel dann lohnenswert, wenn der Kunde für seine Kundentreue durch den Gasanbieter mit Boni belohnt wird.

2. Werde ich bei einem Wechsel des Gasanbieters ohne Gasversorgung dastehen?

Verbraucher stellen sich häufig die Frage, ob die Gasversorgung bei einem Anbieter-Wechsel gewährleistet ist. Die Gefahr, ohne Gasversorgung dazustehen, besteht aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes nicht.

Das Gesetz legt fest, dass der Verbraucher im Falle dessen, dass der neue Gasanbieter die Gasversorgung zum Kündigungstermin nicht rechtzeitig übernehmen kann, vom örtlichen Grundversorger automatisch mit Gas versorgt wird.

Nachdem der neue Gasanbieter die Versorgung mit Gas regulär übernommen hat, erhält der Verbraucher von dem Grundversorger eine Rechnung, die er wie gewohnt begleicht.

Gasanbieter Vergleich

3. Hat die Preisgarantie eines Gastarifs für mich Vorteile?

In der Regel hat die Preisgarantie eines Gastarifs für den Verbraucher Vorteile (s. auch Was kostet eine Gasheizung 2020: Kosten & Förderung vergleichen). Dieser profitiert von seinem vereinbarten Gaspreis über die festgelegte Laufzeit, solange die Gaspreise steigen. Einzig, wenn es zu einem Preisverfall kommt, zahlt der Kunde möglicherweise einen Preis, der über dem üblichen Marktwert liegt.

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4. Kann ich meinen aktuellen Gasanbieter beibehalten, wenn ich umziehe?

Die Frage, ob ein Gaskunde seinen derzeitigen Anbieter beibehalten kann, wenn er umzieht, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Zieht er zum Beispiel in eine andere Region, in der der regionale Grundversorger nicht tätig ist, so kann er den bisherigen Vertrag vermutlich nicht beibehalten.

Anderenfalls gilt es vor dem Umzug rechtzeitig zu prüfen, ob der bisherige Versorger auch Gas an die neue Adresse liefert. Alle Formalitäten sollten mindestens sechs Wochen vor dem Umzug mit dem bisherigen Gasanbieter abgeklärt werden, um Differenzen zu vermeiden.

Fazit: Mit dem Gasvergleich zum günstigsten Gasanbieter

Ein Gasvergleich kann sich für Verbraucher richtig lohnen. Die Preise der Gastarife fallen sehr unterschiedlich aus und verändern sich insbesondere zum Ende und zum Beginn der Heizsaison.

Ein Vergleich sorgt für den nötigen Überblick. Weil sich die Gaspreise vor allem aus Einkaufspreis, Transport- und Lagerungskosten sowie dem Gewinn zusammensetzen, können selbst die Gastarife innerhalb des Postleitzahlgebiets deutlich schwanken.

Für die Verbraucher bedeutet dies, dass sie mit einem Wechsel schon mal mehrere hundert Euro im Jahr sparen können. Ein Gasvergleich spart zudem viel Zeit und hilft Verbrauchern, übersichtlich und schnell günstigere Gasanbieter zu finden.

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