Wertpapierdepot eröffnen 2020

Über ein Wertpapierdepot können Anleger mit Aktien handeln. Darin werden nicht nur alle Aktien aufbewahrt, sondern auch alle Transaktionen erfolgen über das Depot. Neben Aktienbrokern bieten auch Banken und Onlinebanken Aktiendepots an. Allerdings sind die Konditionen je nach Anbieter sehr unterschiedlich.

Depots mit und ohne Depotführungsgebühren

Wertpapierkonten können als Einzel- oder Gemeinschaftskonto geführt werden. Daher können Einzelpersonen ebenso wie beispielsweise Ehepartner ein Depot führen. Ein Gemeinschaftskonto ist in dem Fall ein Oder-Konto, über das auch jeder der Kontoinhaber einzeln verfügen kann. Sind bei dem Konto nur gemeinsame Transaktionen erlaubt, handelt es sich um ein sogenanntes Und-Konto. In jedem Fall dient das Depot dazu, darin alle gekauften Aktien aufzubewahren und zu verwalten.

Einige Anbieter erheben jedoch noch immer Gebühren auf die Depotführung. Daher ist es wichtig, im Rahmen eines Aktienbroker Vergleichs auf eine kostenlose Depotführung zu achten. Viele Onlinebroker und Direktbanken im Internet verzichten aber auf Depotführungsgebühren, da viele Verwaltungsaufgaben heute bequem online erfolgen.

Anbieter müssen zudem einmal im Jahr einen Depotauszug verschicken, in dem Anleger ihre Kosten nachvollziehen können. Auch welche Wertpapiere wann und in welcher Stückzahl gekauft wurden, steht im Depotauszug. Für steuerliche Angelegenheiten wird zudem eine Jahressteuerbescheinigung ausgestellt.

Wertpapierdepot eröffnen

Wertpapier Depot eröffnen

Die Depoteröffnung erfolgt heute meist recht unkompliziert und viele Aufgaben können online erfolgen. Zur Eröffnung eines Depots müssen Anleger unter anderem

  • ihren Namen
  • ihre Adresse
  • ihre E-Mail-Adresse und
  • ihre Telefonnummer

angeben.

Letztendlich unterscheidet sich die Eröffnung eines Wertpapierdepots kaum von der Eröffnung eines Girokontos. Viele Anbieter stellen zur Depoteröffnung ein Formular auf ihrer Webseite zur Verfügung. Der Antrag kann dann ausgefüllt, ausgedruckt und unterschrieben an den Anbieter zurückgeschickt werden. Oft nutzen Anbieter weiterhin das PostIdent-Verfahren zur Identifizierung, mittlerweile ist es aber auch immer häufiger möglich, sich per Webcam gegenüber dem Anbieter auszuweisen.

Beim PostIdent-Verfahren legen Kunden ihren Ausweis einem Mitarbeiter der Post vor, der dann die Identität gegenüber dem Broker oder der Bank bestätigt. Beim VideoIdent-Verfahren halten Neukunden meist einfach gut sichtbar ihren Ausweis in die Webcam und weisen sich so direkt gegenüber dem Broker aus.

Gesetzliche Vorgaben einhalten

Bei vielen serösen Anbietern müssen Neukunden zudem im Rahmen der Know-your-Customer-Vorgaben Auskunft über ihre Handelserfahrung geben. Anleger müssen dabei unter anderem die Frage beantworten, mit welchen Finanzinstrumenten sie bereits gehandelt haben. Auch Fragen nach den Anlagezielen sind Teil des Fragebogens. Banken und Broker klassifizieren ihren Kunden dann in Risikoklassen.

Die Haftung wird dann von der Bank auf den Kunden übertragen. Weigert sich ein Kunde, diese Selbstauskunft auszufüllen, hat die Bank das Recht, dem Kunden aus Sicherheitsgründen den Handel mit bestimmten Finanzinstrumenten zu verweigern. Dies gilt für Handelsinstrumente, die dem Anbieter als zu riskant erscheinen.

Bis die Eröffnung des Wertpapierdepots abgeschlossen ist, kann es einige Tage oder gar Wochen dauern; insbesondere beim PostIdent-Verfahren. Ist die Kontoeröffnung abgeschlossen, so erhalten Anleger die Zugangsdaten für ihr neues Depot. Viele Broker stellen zudem ein Formular zum Depotumzug online. Dieser Service ist in der Regel kostenlos.

Genauer Anbietervergleich vor Eröffnung des Wertpapierdepots

Für die Wahl des besten Anbieters ist ein genauer Vergleich sinnvoll. Unter Umständen kommt als Alternative auch ein CFD-Broker infrage. Unser CFD Broker Vergleich gibt dazu weitere Informationen. Eine Möglichkeit sind auch Broker, die eng mit Banken zusammenarbeiten, wie Sie beispielsweise in unseren 1822direkt Erfahrungen nachlesen können. Der Broker ist ein Tochterunternehmen der Frankfurter Sparkasse.

Bei einem Anbietervergleich sollten Anleger unter anderem

  • die Orderkosten
  • das Schulungsangebot und
  • das Handelsangebot

prüfen und vergleichen. Auch ein kostenloses Demokonto oder Musterdepot sollten vorhanden sein. Dies ist vor allem für Anfänger wichtig, um gefahrlos die ersten Schritte im Handel zu machen.

Darüber hinaus sollte der Broker alle gewünschten Börsenplätze anbieten und eine ansprechende Aktien-Auswahl anbieten. Wollen Anleger insbesondere an Auslandsbörsen handeln, sollten sie einen Anbieter mit niedrigen Kosten hierfür wählen. Zudem ist eine moderne und übersichtliche Handelsplattform wichtig. Auf dieser sollten sich auch Anfänger schnell gut zurechtfinden.

Umfangreicher Service des Brokers

Ein kompetenter Kundenservice und ein umfangreiches Schulungsangebot sind insbesondere für Neulinge im Aktienhandel sehr wichtig. Viele Broker können beim Fragen telefonisch, per E-Mail und per Live-Chat kontaktiert werden. Im besten Fall antwortet der Broker innerhalb weniger Stunden. Abgerundet wird das Service-Angebot im Idealfall über kostenlose Echtzeitkurse und aktuelle Nachrichten aus der Wirtschaft.

Zudem bieten Broker heute in der Regel eine moderne App an, die sich auch über ein Demokonto testen lassen sollte. Die App sollte nach Möglichkeit ähnliche Funktionen anbieten wie die Desktop-Version. Auch grundlegende Analysen sollten möglich sein. Bei einem Brokervergleich fällt auf, dass vor allem die Orderkosten sehr unterschiedlich ausfallen können. Dies hat auch den Hintergrund, dass die Transaktionskosten prozentual je nach Ordervolumen oder als Festpreis berechnet werden können.

Weitere hilfreiche Angebote sind Analysetools und eine Watchlist. Über eine Watchlist können Anleger für sie interessante Aktien verfolgen, was bei einer Kaufentscheidung helfen kann.

Wahl des besten Wertpapierdepot sehr individuell

Dennoch ist die Wahl des besten Brokers letztendlich eine sehr individuelle Entscheidung. Jeder Anleger hat wohl andere Ansprüche an einen Broker. Während einige niedrige Kosten im Blick haben, wünschen sich andere eine moderne Handelsplattform. Zudem stellen einige Anleger möglicherweise schon bei den ersten Schritten im Handel fest, dass sie möglicherweise mit anderen Anlageformen, beispielsweise CFDs, besser zurechtkommen. In diesem Fall bietet unser CFD Broker Vergleich einen ersten Überblick. Zudem sollten die Depotführungsgebühren entfallen, was beispielsweise beim Lynx der Fall ist, wie unsere Lynx Erfahrungen zeigen.

Direktbanken bieten oft ebenfalls interessante Angebote im Aktienhandel an, wie beispielsweise unsere Erfahrungen mit der ING DiBa belegen. Hier wird oft auch gleich ein Verrechnungskonto angeboten. Anleger, die bei einer Direktbank beispielsweise bereits ein Girokonto haben, müssen oft bei der Depoteröffnung weniger Daten angeben. Zudem kann die Kostenkontrolle hier einfacher sein, da alle Angebote aus einer Hand verfügbar sind.

Mehrere Depotvarianten bei einem Broker möglich

Übrigens haben einige Anbieter mehrere Depotvarianten im Angebot. Daher ist es oft sinnvoll, nicht nur die einzelnen Anbieter, sondern auch deren Depottypen zu prüfen. Im Idealfall entscheiden sich Anleger dann für ein Depot ohne Depotführungsgebühren und mit geringen Orderkosten. Anleger sollen, wenn möglich, vor Handelsbeginn alle anfallenden Kosten berechnen.

Mit Blick auf die Kosten sollten Anleger auch die steuerlichen Abgaben nicht vergessen. Die Abgeltungssteuer von 25 Prozent muss auf

  • Kursgewinne
  • Dividenden und
  • weitere Einnahmen aus dem Aktienhandel

gezahlt werden. Für Unverheiratete liegt der Freibetrag bei 801 Euro. Um diesen zu erhalten, muss aber ein Freistellungsauftrag erteilt werden. Die Abgeltungssteuer wird dann direkt vom Broker bzw. der Bank einbehalten und ans Finanzamt abgeführt. Alle Kosten schmälern letztendlich die Rendite. Broker sollten daher alle Kosten so transparent wie möglich auflisten.

Oft fallen

  • Kosten für die Depotführung
  • Verwahrgebühren
  • Orderkosten und Börsenentgelte sowie
  • Gebühren für bestimmte Orderarten oder Orderstreichungen

an.

Wahl des besten Wertpapierdepots von persönlichen Zielen abhängig

Die Wahl des passenden Anbieters hängt oft auch mit den persönlichen Zielen, die mit Aktien erreicht werden sollen, zusammen. Diese sollten realistisch und mess- bzw. überprüfbar sein. Eine bestimmte jährliche Rendite in realistischer Höhe ist beispielsweise eine Orientierung. Möglichst schnell Millionär zu werden, erscheint dagegen sehr unrealistisch.

Womöglich kommt beispielsweise für einen kurzfristig orientierten Anleger zudem ein anderes Depot infrage als für langfristig orientierte Anleger. Zudem fallen bei sehr aktiven Anlegern, die oft Aktien kaufen und verkaufen die Orderkosten stärker ins Gewicht. Besonders aktive Anleger könnten sich daher für einen Anbieter mit Festpreisen oder einer Flatrate entscheiden. Anleger, die eher langfristig orientiert sind und nur vergleichsweise selten handeln, sollten verstärkt auf den Wegfall von Depotgebühren achten.

Sind sich Anleger bei der Seriosität ihres Brokers unsicher, sollten sie sich für einen Broker aus der EU entscheiden. Diese werden von den zuständigen Finanzaufsichtsbehörden reguliert und unterliegen den Vorgaben der EU, unter anderem zum Anlegerschutz und der Einlagensicherung.

Aktien Software

Informationen zum Depot kündigen

Wird ein Wertpapierdepot nicht mehr benötigt, so sollten sich Anleger auch erkundigen, wie sie das Depot kündigen können. Ein formloses Schreiben reicht in der Regel aus. Hierfür gibt es im Internet auch Vorlagen. Gesetzlich vorgegebene Kündigungsfristen gibt es nicht, einige Broker haben hierzu aber Angaben in ihren AGBs gemacht. Normalerweise ist ein Depotwechsel jederzeit möglich. Meist ist es sinnvoll, das alte Depot zu kündigen, wenn ein neues eröffnet wird. Zwei Depots sind oft auch aus steuerlichen Gründen meist nicht sinnvoll.

Haben Kunden beim gleichen Anbieter auch ein Verrechnungskonto, so wird dies in der Regel ebenfalls gekündigt. Damit alle Wertpapiere auf ein neues Depot übertragen werden können, muss das neue Depot schon eröffnet sein. Bis dies erfolgt ist, verbleiben alle Aktien auf dem alten Depot. Erst wenn alle Aktien auf das neue Depot übertragen wurden, kann das alte Depot gelöscht werden. Beim Depotumzug unterstützen viele Broker ihre Anleger kostenlos. Das Ausfüllen eines entsprechenden Formulars reicht in der Regel aus.

Fazit: Wertpapierkonto zum Handel mit Aktien

Für den Aktienhandel wird in jedem Fall ein Wertpapierdepot benötigt. Darin werden alle Aktien aufbewahrt und verwaltet. Die Konditionen der einzelnen Anbieter für ein Aktiendepot sind jedoch sehr unterschiedlich. Anleger sollten die einzelnen Konditionen daher sehr gut vergleichen. Die Wahl des besten Depots ist allerdings sehr individuell.

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