Billigstromanbieter 2020: Darauf müssen Sie achten

Zuletzt aktualisiert am 30.06.2020

Discounter haben die Lebensmittelbranche grundlegend verändert. Gehen Billigstromanbieter mit dem Energiemarkt in gleicher Weise um? Verbraucher haben den Wunsch, bei steigenden Strompreisen einen Anbieter zu finden, der sie günstig mit Strom beliefert.

Die Aussicht auf massive Einsparungen verstellt dann schnell den Blick auf wichtige Konditionen, welche für die Bewertung des Stromtarifs von Bedeutung sind. Einfach beim nächsten Billigstromanbieter einen Liefervertrag abschließen kann sich als Fehler entpuppen. Deshalb an dieser Stelle eine Zusammenfassung aller wichtigen Infos und Fakten zum Thema Billigstromanbieter.

Billigstromanbieter: Warum ist der Strom so günstig?

Im Stromvergleich stechen die hohen Preisunterschiede der Energieversorger heraus. Einige Tarife sind einfach günstiger. Was macht einen Billigstromanbieter überhaupt aus?

Grundsätzlich ist der Begriff Billigstromanbieter weder geschützt noch in irgendeiner Weise allgemeingültig definiert. Es handelt sich um Stromanbieter mit sehr günstigen Preiskonditionen. Manchmal stecken dahinter sogar bekannte Energieversorger, die einfach ihr Markenportfolio neu aufstellen.

Dass Billigstromanbieter elektrische Energie so günstig anbieten können, liegt an verschiedenen Faktoren. Einerseits setzen viele der Discountversorger auf eine besonders schlanke Verwaltung und Vertriebsstruktur. Statt teurer Konzernzentralen und Serviceteams wird einfach in normalen Büros gearbeitet. Verwaltung und Marketing sind sehr stark IT-basiert, vieles – auch die Erreichbarkeit zum Kundendienst – ist ausschließlich per:

  • Telefon oder
  • Live Chat

möglich. Hier lassen Billigstromanbieter ähnliche Trends erkennen, wie wir sie auch bei Anbietern im Online Sportwetten Vergleich sehen.

Zu den niedrigen Kosten trägt auch bei, dass Discountanbieter im Regelfall keine eigene Netzinfrastruktur unterhalten. Damit entfällt ein Kostenfaktor weg, welcher sich beispielsweise bei dem Grundversorger sehr stark bemerkbar macht. Eigene Netze bedeuten auch, dass Serviceteams für Liefersicherheit zu sorgen haben.

Billigstromanbieter

Günstige Preise dank Prämien der Billigstromanbieter

Im Anbieter Vergleich fällt – neben den bereits angesprochenen Stromkosten – ein zweiter Grund auf, warum die Preise bei einigen Anbietern so günstig sind. Es geht um deren Bonusaktionen und Prämien. Es dreht sich hier oft um:

  • TV-Geräte
  • Waschmaschinen
  • Tablets

Viele Stromversorger setzen aber auch auf Bargeld als Prämie. In die Gesamtkosten eingerechnet, ergibt sich hierdurch eine sehr hohe Preisersparnis gegenüber anderen Tarifen – etwa denen des Grundversorgers. Auch durch diesen Aspekt erklärt sich die mitunter sehr Preisdifferenz in den Energietarifen.

Anbieterwechsel: Darauf beim Billigstromanbieter achten

Warum haben Discountanbieter einen mitunter so schlechten Ruf? Am Produkt kann es eigentlich nicht liegen. Sie als Haushalt müssen sich von der Vorstellung lösen, dass sich der Strom eine Grundversorgers und die elektrische Energie des Billigstromanbieters unterscheiden. Aus der Steckdose kommt immer nur -Strom. Für das Image ist teilweise verantwortlich, dass die Preise der Billigstromanbieter sehr knapp kalkuliert sind.

Mögliche Fallstricke beim Stromdiscounter:

  • Preisanpassungen nach kurzer Zeit
  • Pakettarife mit Vorkasse
  • Abschlagszahlungen werden sehr hoch angesetzt

Nach Ablauf des ersten Jahres besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis deutlich nach oben angepasst wird. Ein zweiter Punkt betrifft die Vertragsgestaltung. Im Normalfall wird der Liefervertrag so zwischen Versorger und Verbraucher geschlossen, dass monatliche Abschläge verlangt werden.

Deren Höhe richtet sich nach dem angegebenen Stromverbrauch. Einige der Billigstromanbieter greifen dagegen zu Pakettarifen. Hierbei handelt es sich um Tarife mit einer festgelegten Abnahmemenge, die im Regelfall per Vorkasse bezahlt werden. Das Problem: Im Insolvenzfall wird es teuer. Ein Aspekt, welche nicht nur für den Vergleich der Stromanbieter gilt, sondern auch beim Gasvergleich zu beachten ist.

Billigstromanbieter vergleichen: Preis, Laufzeit und Garantien

Es gibt einige Punkte, die Sie beim Vergleich der Billigstromanbieter beachten müssen. Aspekte wie die Preispolitik oder das Verhalten rund um die Prämien erfahren Sie aus Kundenmeinungen zu den Unternehmen. Eine Tatsache, die auch beim CFD oder Forex Broker Vergleich gilt. Letztlich werden Sie aber eine Entscheidung treffen müssen. Und hierfür zählen immer harte Fakten.

Woran muss sich ein Haushalt im Anbieter Vergleich orientieren? Grundsätzlich spielen:

  • Strompreis
  • Preisgarantie
  • Vertragslaufzeit
  • Prämien und Boni

eine Rolle. Dass Prämien an letzter Stelle stehen, hat einen Grund – den wir noch erklären.

  • Strompreis: Setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Eigentlicher Strompreis ist der Arbeitspreis. Im Vergleich werden Verbrauchs- und Grundpreis angegeben. Hierbei handelt es sich um eine „Grundgebühr“, welche Netzentgelte und Zählerkosten deckt. Im Verbrauchspreis stecken alle Steuern und Umlagen.
  • Preisgarantie: Versprechen der Billigstromanbieter, den Strompreis über den festgelegten Zeitraum nicht anzuheben. Meist eine eingeschränkte Garantie, bei der neue Steuern und Umlagen ausgeschlossen werden.
  • Mindestlaufzeit: Über diesen Zeitraum sind Sie an den Liefervertrag gebunden. Wird meist an den Garantiezeitraum gekoppelt. Eine zu lange Vertragslaufzeit macht unflexibel.

Prämien können unterschiedlicher Natur sein. Hier ist unbedingt zu prüfen, wann die Boni ausgezahlt werden und welche Prämienbedingungen gelten. Es kann durchaus der Fall sein, dass die Gewährung an das Erreichen einer Mindestliefermenge gebunden ist. Wichtig: Bargeldprämien erhalten Sie als Stromkunde meist erst nach einem vollendenten Lieferjahr.

Billigstromanbieter wechseln: Wer muss kündigen

Zu wissen, welcher Stromanbieter den niedrigsten Strompreis bietet, ist eine Sache. Wichtig sind Test, wie unsere RWE Strom Erfahrungen oder der Bericht zu den Fuxx Strom Erfahrungen. Damit Sie als Haushalt am Ende davon profitieren können, muss natürlich erst noch der laufende Liefervertrag gekündigt werden.

Ein Schritt, den Verbraucher immer noch scheuen. Ein Hinderungsgrund: Es wird vermutet, dass der alte Anbieter den Strom abstellt. Diese Sorge ist unbegründet. In Deutschland gilt eine Versorgungspflicht für den Grundversorger.

Es macht dabei keinen Unterschied, ob zu einem Billigstromanbieter gewechselt wird oder nicht. Viel wichtiger ist der Blick auf den alten Liefervertrag. Ob Sie den Energieversorger wechseln können, hängt von den Vertragskonditionen ab. Prinzipiell bleiben Sie über die vereinbarte Mindestlaufzeit gebunden. Checken Sie den Altvertrag frühzeitig, da sich die Kündigungsfrist von Tarif zu Tarif stark unterscheiden kann.

Wann dem Stromanbieter kündigen?

Es kann durchaus sein, dass Sie die Kündigung sechs Wochen zum Vertragsende gekündigt haben müssen – oder ein paar Wochen länger Zeit haben. Wird diese Frist verpasst, verlängert sich der Lieferzeitraum meist um ein weiteres Jahr, Sie haben letztlich das Nachsehen. Es gibt aber die Möglichkeit, einen Liefervertrag aus noch anderen Gründen zu beenden.

Beispiel: Sie haben zu einem Billigstromanbieter gewechselt. Dieser erhöht den Strompreis. Im Moment der Ankündigung zur Preiserhöhung haben Sie als Vertragskunde ein Sonderkündigungsrecht.

Dieses Kündigungsrecht ergibt sich aus dem Energiewirtschaftsgesetz. Der Vorteil: Als Verbraucher können Sie an dieser Stelle dem Energieversorger kündigen, ohne dafür eine spezielle Kündigungsfrist einhalten zu müssen.

Ökostrom

Automatisch oder persönlich kündigen?

In der Vergangenheit haben Haushalte im Tarifvergleich nach einem neuen Anbieter suchen und auch noch den laufenden Liefervertrag selbst kündigen müssen. Inzwischen sieht das Ganze allerdings deutlich anders aus. Im Rahmen des Preisvergleichs können Sie heute nicht nur einen Liefervertrag bei einem neuen Stromanbieter abschließen – egal, ob Sie sich für einen Billigstromanbieter entscheiden oder nicht.

Es kann dem neuen Versorger auch eine Vollmacht erteilt werden, dass dieser automatisch die Kündigung des laufenden Liefervertrags übernimmt. Dank unserer Innogy Strom Erfahrungen oder dem EON Testbericht finden Sie heraus, welches der beste Tarif ist – und lehnen sich auch beim Wechsel einfach entspannt zurück.

Fazit: So sparen Haushalte mit einem Billigstromanbieter Geld

Schnell wechseln und Geld sparen – beim Strom macht sich der Spareffekt oft nicht sofort bemerkbar. Dafür zahlt sich ein Tarifwechsel auf lange Sicht aus. Wieviel Sie als Haushalt am Ende davon haben, hängt auch davon ab, wie genau Sie es beim Stromanbieter Wechsel nehmen. Billigstromanbieter müssen nicht unbedingt schlechtere Konditionen haben.

Achten Verbraucher allerdings nicht auf Details, wird am Ende in den falschen Tarif gewechselt – der am Ende teuer wird. Mit den richtigen Erfahrungsberichten und einem Preisrechner können Sie diese Hürden umgehen.

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