Rezeptpflichtige Medikamente online kaufen

Mehr als 19.000 öffentliche Apotheken gibt es in Deutschland. Davon verfügen ungefähr 3.000 über eine Erlaubnis zum Versandhandel. Die meisten dieser Apotheken bieten den Medikamenten-Versand nur als zusätzlichen Service an. Für rund 150 Apotheken stellt er jedoch einen wichtigen Vertriebsweg dar. Wichtig: Bei deutschen Versandapotheken handelt es sich immer um vollwertige Apotheken. Das heißt, dass sie ihren Sitz in Deutschland haben.

Warum kaufen Verbraucher ihre Medikamente online?

In der heutigen hektischen Welt ist Zeit Mangelware. Produkte online einzukaufen, funktioniert schnell und die Lieferung erfolgt in der Regel sofort. Vor allem bei unangenehmeren Medikamenten, wie zum Beispiel Potenzmitteln, profitieren die Käufer von der Anonymität des Onlinehandels.

Etwa die Hälfte aller Deutschen kaufen ihre Medikamente regelmäßig online. Dabei umfasst der Versandhandel nicht nur rezeptfreie Medikamente. Im Jahr 2017 erzielten rezeptpflichtige Arzneimittel mit 46.827 Millionen Euro im gesamten Apothekenmarkt den größten Umsatzanteil.

Es gibt unterschiedliche Gründe, rezeptpflichtige Medikamente online kaufen zu wollen. Viele Verbraucher schätzen die Möglichkeit, im Internet in Ruhe Medikamente vergleichen zu können, sowie den diskreten Versand der Apotheken. Einige Patienten wollen auch einfach den Anfahrtsweg und die Wartezeit zur Apotheke und zum Arzt vermeiden. Aber warum gibt es überhaupt die Möglichkeit, rezeptpflichtige Arzneimittel online zu bestellen?

Medikamente online kaufen

Ist es legal, rezeptpflichtige Medikamente online zu kaufen?

Der Onlinehandel von rezeptfreien Medikamenten innerhalb der EU wurde im Jahr 2003 durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gefordert. Die Regelung für rezeptpflichtige Präparate wurde den Ländern selbst überlassen.

Hierzulande ist der Versandhandel von Arzneimitteln über das im Jahr 2004 in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) geregelt. Für jeden Webseiten-Betreiber ist seit 2015 ein EU-Sicherheitslogo in der entsprechenden Landessprache gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland sind sämtliche Medikamenten-Versandhändler im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) registriert.

Online-Apotheken müssen sich an dieselben Regeln halten wie stationäre Apotheken. Vor der Abgabe eines verschreibungspflichtigen Medikaments muss der Patient ein gültiges Rezept vorlegen. Dies kann ein Rezept in Papierform sein, das vom Hausarzt ausgestellt wurde. Es kann sich aber auch um ein von einer Online-Arztpraxis ausgestelltes elektronisches Rezept handeln.

Wichtiger Hinweis: Wer Medikamente online kaufen möchte, sollte diese nicht von unseriösen Webseiten bestellen. Die Qualität dieser Präparate ist nicht gewährleistet. Sie könnten minderwertig, gefälscht oder gar gefährlich sein.

Medikamente online kaufen: Die Rechtslage in der Europäischen Union

In den EU-Staaten ist die rechtliche Lage zum Medikamenten-Versand unterschiedlich geregelt. Das Arzneimittel-Gesetz in Deutschland wurde schon vor einiger Zeit geändert, mit dem Ziel, den Weg für die zeitgemäße Zustellung auch von rezeptpflichtigen Präparaten freizumachen. Damit reagierte der Gesetzgeber auf die neuen Wettbewerbsmöglichkeiten, die das Internet bietet. Gleichermaßen wollte man dem Apothekenmangel in ländlichen Regionen entgegenwirken.

Rezepte, die Ärzte in einem EU-Mitgliedsland ausgestellt haben, sind generell in allen Ländern der Europäischen Union gültig. Deutsche dürfen sich im EU-Ausland behandeln lassen, da die freie Arztwahl europaweit gilt.

Welche rezeptpflichtigen Medikamente können Verbraucher online bestellen?

In Deutschland dürfen Patienten grundsätzlich alle rezeptpflichtigen Medikamente online kaufen, sobald sie ein gültiges Rezept für diese vorlegen können. Allerdings sind für die Online-Diagnose und die Rezeptausstellung online nicht alle Krankheiten geeignet. So hat der Arzt aus der Ferne zum Beispiel nicht die Möglichkeit, Details durch das Mikroskop zu betrachten, eine Blutprobe zu entnehmen oder abzutasten.

Online-Arztpraxen haben zum Beispiel bei den nachfolgend genannten Beschwerden, die in aller Regel mit rezeptpflichtigen Präparaten behandelt werden, im Zusammenspiel mit der Telemedizin gute Erfahrungen gemacht. Bei der Telemedizin handelt es sich um einen Teilbereich der Telematik im Gesundheitswesen.

Sie beschreibt die Diagnostik und Therapie unter Überbrückung einer zeitlichen und/oder räumlichen Distanz zwischen Therapeut, Apotheker, Arzt und Patienten oder zwischen zwei sich konsultierenden Medizinern per Telekommunikation.

Medikamente für die allgemeine Gesundheit

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit):

Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, existiert als Diabetes Typ 1 (insulinabhängig) und Diabetes Typ 2 (nicht primär insulinabhängig). Das rezeptpflichtige Medikament Metformin unterstützt den Körper dabei, den Blutzuckerspiegel zu senken und Insulin zu verarbeiten. Das Medikament kann online verschrieben und dann über eine Online-Apotheke versandt werden.

  • Asthma:

Damit Asthmatiker akute Entzündungen ihrer Atemwege behandeln können, benötigen sie Asthmasprays. Mediziner unterscheiden nicht-allergisches und allergisches Asthma. Medikamente wie Salbutamol Spray oder Ventolin stehen in unterschiedlichen Wirkungsstärken zum Versand bereit und lassen sich sowohl zur Langzeitbehandlung als auch bei akuten Asthma-Fällen einsetzen.

  • Raucherentwöhnung:

Raucher, die sich das Rauchen abgewöhnen möchten, können sowohl rezeptfreie Mittel als auch rezeptpflichtige Medikamente wie beispielsweise Champix verwenden. Es enthält den Wirkstoff Vareniclin, das bei der Raucherentwöhnung eine hohe Erfolgsquote verspricht, weil er dafür sorgt, dass der Wunsch nach Nikotin unmittelbar in den Nervenbahnen des Gehirns unterdrückt wird. Ein anderes in Deutschland zugelassenes Medikament zur Raucherentwöhnung ist Zyban mit dem Wirkstoff Bupropion, das Verbraucher ebenfalls mit einem Online-Rezept kaufen können.

Frauengesundheit

  • Verhütung:

Frauen können auf verschiedene Hormonpräparate zurückgreifen, um nicht ungewollt schwanger zu werden. Neben der Antibabypille (zum Beispiel Diane-35, Yasminelle, Yasmin, Belara oder Valette) sind auch Verhütungspflaster oder Verhütungsringe wie beispielsweise NuvaRing erhältlich. Bei einer Online-Beratung mit einem Arzt wird das Produkt gefunden, das am besten zur eigenen Lebenssituation passt, und anschließend ein Online-Rezept ausgestellt.

  • Notfallverhütung:

Ärzte können Patientinnen die „Pille danach“ verschreiben, wenn sie den Verdacht äußern, durch ungeschützten Geschlechtskrankheit schwanger geworden zu sein. Innerhalb von drei Tagen nach dem Ereignis sollte die Pille eingenommen werden. Ein Notfall-Empfängnisverhütungsmittel (die Pille danach) ist EllaOne. Das Präparat enthält 30 mg Ulipristalacetat pro Tablette. Die Besonderheit bei dieser Pille: Sie kann bis zu fünf Tage (120 Stunden) nach dem ungeschützten Geschlechtskrankheit eingenommen werden.

Männergesundheit

  • Haarausfall:

Alopezie (androgenetischer Haarausfall) ist vererbbar. Rund 50 Prozent der Männer leiden darunter, dass Testosteron und seine Nebenprodukte Haarausfall verursachen. Um den Vorgang zu verlangsamen, verschreiben Ärzte dann zum Beispiel Finasterid oder Propecia. Auch hier ist eine Diagnose online möglich.

  • Impotenz:

Viele Männer leiden gerade im Alter unter Impotenz (erektile Dysfunktion). Dadurch fühlen sie sich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Durch Potenzmittel kann ihnen geholfen werden. Eines der wohl bekanntesten Präparate in diesem Bereich ist Viagra. Je nach Diagnose sind zum Beispiel auch Spedra, Levitra oder Cialis empfehlenswert. Die Produkte sind in diversen Wirkungsstärken verfügbar und werden in der Regel nach der Beantwortung eines medizinischen Fragebogens von dem Arzt verschrieben.

Medikamente online kaufen: Günstiger als in der Apotheke vor Ort?

Viele Menschen denken, dass das Einkaufen im Internet grundsätzlich günstiger ist. Dies ist jedoch nur bedingt richtig, vor allem, wenn es um Medikamente geht. Der Preis eines Medikaments hängt in erster Linie von der Art des Präparats ab. Wenn ein Medikament rezeptpflichtig ist, zahlt der Verbraucher in der lokalen Apotheke und in der Online-Apotheke den gleichen Preis. Zusätzliche Versandkosten werden von Online-Apotheken nicht erhoben, wenn Patienten rezeptpflichtige Medikamente online kaufen.

Wichtig ist jedoch, dass der Patient das Original-Rezept, das ihm sein Arzt ausgestellt hat, per Post an die Online-Apotheke schickt. Das kostet Geld und Zeit. Denn der Verbraucher muss den Briefumschlag frankieren und den Brief zur nächsten Postfiliale bringen. In diesem Zusammenhang lohnt ein Online Apotheken Vergleich. Denn bei vielen Online-Apotheken ist es möglich, für die Einlösung von Rezepten Freiumschläge anzufordern. Darüber hinaus bieten einige Apotheken im Internet bei regelmäßiger Nutzung Bonusprogramme an.

Indes besteht bei rezeptfreien Medikamenten durchaus eine gute Chance, dass Verbraucher beim Online-Kauf Geld sparen können. Denn für freiverkäufliche Medikamente können die Online-Apotheken die Preise selbst festlegen. Dementsprechend können die Preisunterschiede zwischen Online-Apotheke und lokaler Apotheke vor allem bei freiverkäuflichen Präparaten recht groß sein.

Wie kann ich Rezepte online einlösen?

Wie bereits erwähnt, muss immer das Original-Rezept vorgelegt werden, damit Online-Apotheken verschreibungspflichtige Medikamente versenden. Es genügt demnach nicht, das Rezept einzuscannen und per E-Mail an die Apotheke zu senden. Die Bestellung des Medikaments erfolgt über die Webseite der Online-Apotheke.

Hierbei muss der Verbraucher angeben, dass das Rezept auf dem Postweg zugesandt wird. Der Käufer kann hierfür einen normalen Briefumschlag verwenden, den er ausreichend frankiert, oder alternativ einen Freiumschlag nutzen, den einige Online-Apotheken zur Verfügung stellen. Die Deutsche Post behandelt diese jedoch wie alle anderen Briefsendungen.

Sobald das Rezept die Apotheke auf dem Postweg erreicht hat, wird die Medikamenten-Bestellung entsprechend bearbeitet. Alle bestellten Präparate werden zusammengestellt und versendet. Verbraucher sollten Rezepte immer möglichst schnell nach ihrer Bestellung verschicken.

Oder anders gesagt: Die Bestellung des Medikaments sollte nach der Ausstellung des Rezepts durch den Arzt umgehend durchgeführt werden. Denn ein Kassenrezept ist nach dem Ausstellungsdatum nur vier Wochen gültig. Bei Privatrezepten verhält es sich anders. Diese können noch bis zu drei Monate nach ihrer Ausstellung eingelöst werden. Dies ist ebenfalls im Arzneimittelgesetz festgeschrieben.

Rezeptpflichtige Medikamente online aus dem Ausland bestellen: Was ist zu beachten?

Medikamente in Deutschland sind teuer. Für Menschen, die regelmäßig bzw. viele Medikamente benötigen, ist es verständlicherweise verlockend, diese preisgünstiger im EU-Ausland zu kaufen. Teilweise sind Medikamente in einigen EU-Ländern bis zu 50 Prozent günstiger als in Deutschland.

Aus diesem Grund bestellen Verbraucher ihre benötigten Arzneimittel zunehmend bei ausländischen Online-Apotheken. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Denn noch immer tummeln sich unter den ausländischen Apotheken unseriöse Anbieter. Zwar sind deren Internetseiten und die Beschreibungen der Medikamente oftmals in deutscher Sprache verfasst, das Bestellen ist für deutsche Verbraucher dort aber illegal.

Gerade wenn es um die Online-Bestellung von verschreibungspflichtigen Medikamenten geht, gelten für Verbraucher aus Deutschland strikte Regeln. So sind grundsätzlich nur Medikamenten-Bestellungen aus EU-Staaten erlaubt, deren Sicherheitsvorschriften auch in Deutschland gelten. Unproblematisch sind Online-Käufe von Medikamenten aus Island und den Niederlanden. Aus Tschechien dürfen ausschließlich nicht verschreibungspflichtige und bei schwedischen Anbietern nur verschreibungspflichtige Medikamente geordert werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Bestellung von Medikamenten im Internet zu prüfen, wo ein Anbieter seinen Sitz hat. Dabei ist auch ein Blick auf das Impressum wichtig. Denn die Impressumspflicht gilt innerhalb der gesamten EU. Wenn Händler nur eine teure Hotline oder lediglich eine E-Mail-Adresse angegeben hat, ist grundsätzlich Vorsicht geboten.

Rezeptpflichtige Medikamente online bestellen: Auf die Testergebnisse kommt es an

Es ist allzu verständlich, dass Verbraucher ihren Arzneimittelbedarf so preisgünstig wie möglich decken wollen. Günstig muss dabei nicht gleichbedeutend mit billig sein. Im Allgemeinen ist es wichtig, die Medikamente im Vergleich nicht nur von den Kosten abhängig zu machen.

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alle gesammelten Medikamente Erfahrungen zusammen. Somit liegt der Fokus am Ende nicht nur auf dem Kostenfaktor, sondern auf dem gesamten Preis-Leistungsverhältnis. Das Team von Top10erfahrungen.de thematisiert die große Bandbreite der Arzneimittelbranche und beschäftigt sich mit Medikamenten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Im Rahmen der Tests werden objektive und subjektive Daten zu einem ganzheitlichen Bild über Wirkung, Neben- und Wechselwirkung, Erfolge und Misserfolge der Arzneimittel zusammengefügt.

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Im Rahmen der Tests müssen sich die Produkte hinsichtlich

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  • ihren Wechsel- und Nebenwirkungen sowie
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unter Beweis stellen. Die Medikamente Erfahrungen, die neben den Erfahrungsberichten Betroffener auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien einschließen, übernehmen hierbei den praktischen Teil. Somit lässt sich bei gleicher Wirkungsweise und identischer Zielgruppendefinition ein Medikamente Vergleich mit Praxisbezug anstellen.

Rezeptpflichtige Medikamente online kaufen: Nur mit gültigem Rezept!

Arzneimittel sind in Zeiten des Internet nicht mehr nur in lokalen Apotheken erhältlich. Über Online-Apotheken können Verbraucher neben rezeptfreien auch rezeptpflichtige Medikamente online kaufen. Hierbei gilt es zu beachten, dass eine Bestellung von rezeptpflichtigen Präparaten gemäß Arzneimittelgesetz nur gegen Vorlage des Original-Rezeptes möglich ist, das entweder der Hausarzt vor Ort oder ein Online-Arzt ausgestellt hat. Dieses muss im Zuge der Online-Bestellung dann auf dem Postweg an die Apotheke versendet werden.

Beim Kauf von Arzneimitteln im Internet ist genau darauf zu achten, wo die Medikamente bestellt werden. Wichtig ist, dass die Online-Apotheke ihren Sitz in Deutschland oder in einem EU-Land hat. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, im Vorfeld einen Blick auf die Webseite des Anbieters zu werfen und insbesondere auch auf die Impressumspflicht zu achten.

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