Internet Security Test: VPN-Sicherheit auf dem Prüfstand

Zuletzt aktualisiert am 07.07.2020

Sicherheit und Privatsphäre sind einige der wesentlichen Versprechen der VPN-Branche. Sie stellen sich gern als Abwehrbollwerk im Kampf gegen Daten-Schnüffelei und Hackerangriffe dar. Längst nicht alle VPN können wie versprochen liefern. Negativ sind IT-Sicherheitsexperten besonders kostenlose VPN Apps aufgefallen.

Nutzerdaten bleiben trotz VPN oftmals ungesichert  oder sie werden an Dritte (Werbeunternehmen, staatliche Behörden, etc.) weitergegeben. Selbst bei kostenpflichtigen VPN kommt es zu Lecks im Datenverkehr oder Funktionsausfällen. Wie es um die VPN-Sicherheit bestellt ist, bringt dann ein Internet Security Test zutage.

Internet Security Test: Wann ein VPN Schutz bietet

Ein VPN verfolgt in erster Linie den Zweck, Sicherheit und Privatsphäre bei Internetaktivitäten zu gewährleisten. Zusätzlich können mit dem Sicherheitstool regional gesperrte Internetinhalte zugänglich gemacht werden.

Wenn staatliche Internetbehörden den Zugang zum freien Web behindern bzw. verhindern, wird ein gutes professionelles VPN darauf die passende Antwort geben. Bekanntlich ist in China die Meinungsfreiheit und das freie Internet nicht wie hierzulande gegeben. Wer sich nach China begibt, hat die Wahl: Mit den Internetbeschränkungen auskommen oder mit einem VPN Dienst das passende Gegenmittel dagegensetzen.

Generell wird bei Expertentests bemängelt, dass viele VPN keinen zuverlässigen Schutz der Privatsphäre gewährleisten. Auch wenn das meist bei gratis VPN anzutreffen ist, sind auch entgeltpflichtige VPN Anbieter nicht unfehlbar.

Internet Security Test

Sicherheitsmängel beim kostenlosen VPN

Bei VPN ist es ähnlich wie bei Kryptowährungen. Dem Bitcoin als Original folgen zahlreiche Nachahmer-Währungen, die vom Boom profitieren möchten oder rein zum Zweck der Einnahmengenerierung geschaffen werden.

Große Schwächen hinsichtlich der Sicherheit wurden bei VPN Android-Apps ausgemacht. Bei App Test wurde ermittelt, dass die überwiegende Anzahl der VPN-Dienste die IP-Adresse des Benutzers öffentlich lässt und nicht verschleiert. Auch bei kostenpflichtigen VPN wurden Unsicherheiten beim Datenverkehr festgestellt.

Die VPN Sicherheit birgt für User erhebliche Risiken, wenn VPN-Dienste die IP-Adresse nicht verschleiern oder DNS-Anforderungen sicherstellen. Das alles, obwohl sich der Nutzer auf das Versprechen verlässt, dass sein VPN eine hochwertige Datenschutz- und Sicherheitslösung darstellt. Nicht selten sind VPN Funktionen außer Betrieb.

Ein Fehler bei der Kill Switch-Funktion hat zur Folge, dass der Datenverkehr in Falle eines VPN-Ausfalls nicht sofort und effektiv blockiert wird. Bemängelt wird außerdem der Schutz der IPv6- Adresse. Für IT-Experten war es kein Problem, Identitäten und Webaktivitäten zu verfolgen, zu verkaufen oder für Angriffe einzusetzen.

Geeignete Tools zum Test der Internet-Sicherheit

User haben die Wahl, sie können ihrem VPN Anbieter blindlings vertrauen oder die Sicherheit und sonstigen Versprechungen überprüfen. Nutzbar sind einige Tools, die anwenderfreundlich sind und einen einfachen Test der Sicherheit der VPN-Verbindung zulassen oder eventuelle Unzulänglichkeiten aufspüren. Bei VPN-Diensten wie Perfect Pricacy oder NordVPN sind kostenfrei  nutzbare Testtools vorhanden. Mit einem VPN-Sicherheitstest können Nutzer ermitteln, ob ihr System IPv6, DNS oder WebRTC öffentlich lässt oder die Kill Switch Sicherheitsabschaltung funktioniert.

Zum VPN einrichten folgen User den Anweisungen. Im besten Fall reichen wenige Einstellungen und ein paar Klicks und das VPN ist aktiviert. Vor allem komplexere VPN-Lösungen lassen sich nicht immer kundenfreundlich einrichten. Es besteht durchaus die Gefahr, dass in diesem Zusammenhang Fehler passieren. Schwächen von VPN können sich in Datenlecks offenbaren oder trotz aktiviertem VPN bleibt die IP-Adresse öffentlich sichtbar. Der Schutz der Privatsphäre funktioniert nicht.

Ein Internet Security Test sorgt in erster Linie für Gewissheit, ob das VPN ausreichend Schutz bietet oder Sicherheitsmängel besitzt. Abstellen müssen etwaige Unzulänglichkeiten die jeweiligen Anbieter oder bei falschen Eintragungen die User selbst.

Generelle Anonymität gibt es im Internet auch mit einem VPN nicht. Prinzipiell kann jeder VPN Anbieter den Datenverkehr seiner Kunden einsehen und speichern. Einen besseren Schutz versprechen VPN-Systeme mit Trusted-Server, da die im RAM-Disk-Modus und nicht auf Festplatten betrieben werden. Hier besteht keine Möglichkeit zum Daten aufzeichnen.

Die führenden VPN Unternehmen der Branche nehmen es mit der Sicherheit und Privatsphäre ihrer Kunden im Allgemeinen genau. Sie verfügen übe rausreichend finanzielle Mittel, um den VPN Betrieb rund um die Uhr zuverlässig zu gewährleisten. Die bei Usern und Testern gleichermaßen gefragten empfehlenswerten VPN Dienste finden sich im VPN Anbieter Vergleich.

Tipp für Lotterie-, Casino- oder Sportwetten-Fans: Deren Glücksspiel- und Wettangebote lassen sich mittels VPN Verbindung aus dem Ausland nutzen.  Mehr zu aktuellen Offerten gibt es in unseren Ratgebern Online Lotterien Vergleich & Erfahrungen, Sportwetten Vergleich & Erfahrungen oder Online Casino Vergleich & Erfahrungen.

Mit Antivirus-Tool VPN App vor Installation testen

Böse Bots, Maleware und Viren haben es auf Internetuser und deren Aktivitäten abgesehen. Eingeschleust in ein vermeintliches Sicherheitstool ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie unentdeckt aktiviert zu werden.

Tatsächlich ist es so, dass nicht wenige VPN-Apps aus dem Google Store oder bereitgestellt als APK-Datei für Android-Smartphones schädliche Malware und kriminelles Tracking enthalten. Die vermeintliche Sicherheit und Privatsphäre wird in keiner Weise respektiert bzw. gewährleistet. Niemand muss sich irgendwelche Online-Schädlinge auf sein Gerät laden. Der Online-Antivirusdienst VirusTotal erlaubt ein ausführliches Testen jeglicher Softwaredatei auf Malware.

Ein VPN auf dem PC und Smartphone reicht für Sicherheit nicht aus. Anti-Viren-Software der Hersteller Bitfender, Avira oder Avast ist ein Muss auf dem Gerät. Damit ist zugleich der obligatorische Sicherheitscheck von Android-Apps vor dem Installieren sichergestellt.

Grundlegender Internet Security Test

Der normale User dürfte mit komplizierten Security Tests seine Schwierigkeiten haben. Daher reicht ein einfacher VPN Test zum Auffinden offensichtlicher Probleme. Experten nutzen erweiterte VPN-Testverfahren zum Ermitteln von VPN-Lecks bzw. Check des Datenverkehrs, beispielsweise indem sie eine Testseite für das Betriebssystem erstellen. Sollten beim einfachen Test offensichtliche Probleme auftreten, muss anschließend ein ausführlicher VPN Test erfolgen.

Zur Identifizierung von Lecks wird eingesetzt der:

  • DNS-Leck-Test: Ein aktives VPN verschleiert die reale IP-Adresse, sodass sich der aktuelle Standort des Nutzers nicht herausfinden lässt. Bei einem DNS-Leck bleibt die echte IP-Adresse sichtbar.
  • IP-Adressen-Leck Test (IPv4 und IPv6): Wird eine VPN-Verbindung unterbrochen, wird die echte IP-Adresse sichtbar. Bei den besten VPN Diensten sorgt die Kill Switch Funktion (Notausschalter) dafür, dass der komplette Internet-Datenverkehr sofort gestoppt wird.
  • WebRTC-Leck-Test: Web-Browser verfügen über eine sogenannte WebRTC Funktion, was beispielsweise für Videokonferenzen und Internettelefonie innerhalb des Browsers erforderlich ist. Wird WebRTC deaktiviert, wird der Zugriff von Webseiten auf Mikrofon oder Kamera verhindert.

VPN Testbericht

Gute Testgelegenheiten zur Leck-Suche sind u.a.:

  • whatismyip.com (IPv4, IPv6, DNS, WebRTC Test)
  • ExpressVPN (IPv4, DNS, WebRTC Test)
  • dnsleaktest.com (erweiterter VPN Test)
  • ipleak.org (IPv4, DNS, WebRTC Test)
  • NordVPN (IPv4, DNS, WebRTC Test)
  • ipv6leak.com (IPv6 Test)
  • Perfect Privacy VPN (IP-Leck Test)

Tipp: Wie schnell das VPN in der Realität zum jeweiligen Testzeitpunkt funktioniert, zeigt ein VPN Speedstest. Bei zahlreichen VPN Anbietern und auf weiteren Speedtest-Webseiten können geeignete Testtools genutzt werden.

Fazit zum  Internet Security Test: VPN Sicherheit ständig prüfen

Alle VPN Anbieter versichern, dass sie für ihre Kunden eine möglichst perfekte Privatsphäre sicherstellen werden. In der Realität sind durchaus erhebliche Abstriche zu machen. Immer wieder sind Lecks festzustellen, sodass der Datenverkehr öffentlich einsehbar ist. Vor allem bei gratis VPN Diensten ist ein lascher Umgang mit Benutzerdaten festzustellen. Vielfach werden sie ohne Zustimmung der betreffenden Personen gesammelt und an Werbeunternehmen meistbietend verkauft.

Auch beim besten VPN Service kann einmal im System ein VPN-Leck auftreten. Wird das in einem Sicherheitstest festgestellt, sollte umgehend Anbieter-Support kontaktiert und das Abstellen gefordert werden. Generell gilt auch bei VPN Nutzung der bewährte Grundsatz: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Regelmäßig sollte ein Internetsicherheitstest durchgeführt werden.

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