Sind VPNs legal? Ihre Rechte zur Verwendung von VPN

Zuletzt aktualisiert am 12.07.2020

Seit Jahren wenden Unternehmen zum Schutz des internen Datenverkehrs VPN-Tools an. Mittlerweile schützen auch viele Privatpersonen ihren Online-Datenverkehr mit einem VPN. VPN Anbieter versprechen ihnen einen Schutz vor Angriffen auf ihre Privatsphäre durch Internetprovider, Hacker oder Regierungen.

Dazu verschleiern sie die IP-Adresse mithilfe spezieller VPN-Server und verschlüsseln den Datenverkehr. VPN Verbindungen werden auch für illegale Downloads und bei Nutzung des Darknets verwendet. Die Frage, ob die Verwendung von VPN legal ist, stellt sich in diesem Zusammenhang nicht. Auf was müssen User bei einer VPN Verwendung achten?

Warum VPN verwenden?

Viele Internetdienste und Webseitenbetreiber versprechen, dass sie Nutzerdaten ausschließlich in anonymisierter Form verwenden. Das stimmt sicherlich, denn welcher konkrete Nutzer zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort gewesen ist, wird nicht erfasst bzw. gespeichert.

Bei genauerer Betrachtung handelt es sich tatsächlich um pseudoanonymisierte Daten. Der Name des Nutzers wird zwar nicht verwendet, doch dafür kommt eine Kennung zur Anwendung, mit der PC- und Smartphone-Nutzer geräteübergreifend identifiziert werden können.

Google interessiert sich für Datenstatistik

Google mag sich für allgemeine Personendaten weniger interessieren, denn das Unternehmen interessiert dafür, ob sie aus statistischer Hinsicht relevant sind. Aus Merkmalen wie Standortdaten, Online-Zeiten, etc. stellen sie komplexe mathematische Modelle auf. Aus diesen lässt sich dann beispielsweise ablesen, wann eine Werbeeinblendung für diese Art von Nutzer erfolgen sollte.

Allerdings zeigen Untersuchungen, anonyme Daten sind keineswegs so anonym wie allgemein assoziiert wird. In Kombination mit weiteren Datenbeständen lassen sie sich durchaus einzelnen Nutzern zuordnen.

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Kombination von Ortungsdaten und Aufenthaltszeitpunkten

Experten haben sich einen Datensatz eines europäischen Telefonanbieters hergenommen und das wirkungsvoll demonstriert. Aus anonymisierten Ortungsdaten kann fast jeder Kunde zurückverfolgt werden, wenn mehrere möglichst ähnliche Aufenthaltsorte an einem Tag bekannt sind. Auch bei Auswertungen bei Kreditkarten und von Nutzerdaten von Netflix zeigen gleiche Ergebnisse.

Was heißt das für den Nutzer? 

Die Aussagen von Dienstanbietern wie Google, Netflix oder Amazon über die Anonymisierung seiner Daten sollten mit Vorsicht genossen werden. Eine Re-Identifizierung von Nutzern wird durch das Verknüpfen mit zusätzlichen Datenbeständen möglich. Nutzer können kaum nachprüfen, ob ein Anbieter seine Daten wirklich vollständig anonymisiert, wie er verspricht.

Das gilt nicht zuletzt auch für VPN Dienste. Halten sie, was sie versprechen, bleibt die Anonymität für User beim Surfen durch das Internet gesichert.

Den Standort mit VPN-Dienst ändern

Während vielen Nutzern die Privatsphäre wichtig ist, verwenden andere VPN-Dienste, um den eigenen Computer- oder Smartphone-Standort zu verschleiern, beispielsweise um damit Ländersperren zu umgehen.

Geoblocking wird von Medienunternehmen von ARD TV bis Netflix eingesetzt. Mit einem VPN lassen sich deutsche Medieninhalte wie DE Netflix oder Live-TV ARD oder aktuelle Lotto-Sportwetten- und Casino-Angeboten aus dem Online Lotterien Vergleich, Sportwetten Vergleich oder Online Casino Vergleich aus dem Ausland aufrufen.

Mit einer lokalen US IP-Adresse lassen sich jederzeit und ortsunabhängig für die USA zugelassene Medienformate von US Netflix bis Hulu ansehen.

Hauptgrund für Geoblocking

Der Hauptgrund für Geoblocking resultiert aus der Vergabe von Senderechten. Lizenzverhandlungen im nordamerikanischen und europäischen Markt gestalten sich mitunter komplex. Einige Medien wie deutsches öffentliches-rechtliches Live-TV (ARD, ZDF, NDR, etc.) sind von einer Lizenzierung weitestgehend ausgeschlossen.

VPN-Dienste sorgen dafür, dass der Datenverkehr vom eigenen Computer verschlüsselt durch einen VPN-Tunnel beispielsweise über einen Serverstandort in Australien geleitet wird.

Für einen Streaming-Anbieter sieht es so aus, als würde der eigene Computer in Deutschland statt in Australien stehen. Der komplette Datenverkehr wird stark verschlüsselt (teilweise nach Armeestandard) und ist für Dritte kaum oder zumindest nur mit hohem Technikeinsatz einsehbar.

Ist VPN legal, um Geoblocking zu umgehen?

VPN-oder Proxy-Dienste können hierzulande legal eingesetzt werden. Es handelt sich um legale Werkzeuge. Aktuell weisen weder das deutsche Urheberrecht noch andere Gesetze ein ausdrückliches Verbot aus. Soweit es sich um legale Aktivitäten handelt, ist alles gut.

Illegale Handlungen mithilfe von VPN oder Proxy sind grundsätzlich nicht erlaubt und werden strafrechtlich verfolgt. Das gilt für jene, die via VPN Dienst urheberrechtlich geschützte Filme oder Musik anbieten. Auf den Einsatz legaler Werkzeuge kommt es dabei nicht an.

Unklare Rechtslage ohne bekanntes Risiko

Wie sieht die Rechtslage beim Einsatz von VPN-Diensten aus, wenn es darum geht, Ländersperren für die Nutzung legaler Internetdienste (TV, Streaming-Portale) zu umgehen?

Eine absolut gültige Antwort gibt es nicht. Vieles spricht für „Ja“ mit einem „Aber“. Rechtsexperten sind sich uneinig, ob Geoblocking als eine „zulässige technische Maßnahme“ anzusehen ist, weil sie den Schutz eines urheberrechtlich geschützten Inhaltes zum Ziel hat.

Eine grundsätzliche Anerkennung würde bedeuten, dass das Umgehen einer Ländersperre nicht zulässig ist. Andere Auffassungen meinen, dass das Umgehen von Geo-Sperren nicht illegal ist. Einige weitere merken an, dass die gesetzlichen Anforderungen an eine „zulässige technische Maßnahme“ gering sind. Im Fall von Geoblocking werden diese als erfüllt angesehen. Wer mithilfe von VPN eine Ländersperre umgeht, würde Urheberrechte verletzen.

Geschäftsbedingungen eines Anbieters 

Ob in einem konkreten Fall VPN legal ist oder nicht, sind die Geschäftsbedingungen eines Anbieters heranzuziehen. Hierbei kann bei VPN Verwendung in nicht zugelassenen Regionen durchaus eine Verletzung der Bedingungen resultieren.

Aufgrund solcher Klauseln wäre ein Dienst nach Feststellung einer nicht zulässigen VPN Verwendung berechtigt, das Konto zu kündigen. Eine Voraussetzung dafür wäre wirksames Zustimmen der Bedingungen im Zuge der Eröffnung des Benutzerkontos.

Das Recht sieht Verbraucher allerdings auch im Vorteil. Eine Nutzung eines Internetdienstanbieters ohne Registrierung hat keine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen zur Folge. Es gibt derzeit weder Auseinandersetzungen noch Gerichtsentscheidungen und Auseinandersetzungen. Bekannt sind sie derzeit nicht. Da aktuell VPN legal ist, droht Nutzern hierzulande kein Risiko.

Hinweis: Streaming-Anbieter haben sich gegen gerichtliche Auseinandersetzungen entschieden und VPN-Erkennungstools entwickelt, die Anfragen von VPN-Diensten blocken. Nur die besten VPN Anbieter können zuverlässig Netflix Geoblocking umgehen.

VPN ist Vertrauenssache

Viele VPN Anbieter aus dem VPN Anbieter Vergleich versprechen ihren Usern vollkommene Anonymität. Dies umfasst weit mehr als bloße abgesicherte Verbindungen. Viele VPN-Dienste verpflichten sich den Usern gegenüber, dass sie frei von Nachverfolgung bleiben.

Damit könnten sie bedenkenlos Toorents/Filesharing-Dienste nutzen. Es bestehe kein Risiko, teure Abmahnungen zu erhalten. Ob die Garantien im jeweiligen Fall real sind, kann der Kunde nicht prüfen. Mittlerweile lassen Anbieter Bitcoin & Co. als anonyme Bezahloptionen zu, sodass sie im Prinzip nichts von der Identität eines Kunden erfahren.

Die öffentliche IP-Adresse des Nutzers können sie immer einsehen. Weitere Zusatzleistungen bei den Top-Anbietern können unter ExpressVPN Erfahrungen, NordVPN Erfahrungen oder Tunnelbaer VPN Erfahrungen nachgelesen werden.

Internet Security Test

VPN Anbieter hat Datenzugriff

Ein VPN Anbieter hat wie ein Angreifer im ungesicherten WLAN die Möglichkeit, Manipulationen am Datenverkehr der Nutzer durchzuführen. Einige Dienste werben damit, jedwede identifizierende Browser-Daten aus dem Datenstrom zu löschen oder das Laden von Schadprogrammen zu verhindern. Funktionieren wird das nur, wenn ein VPN-Anbieter einen beschränkungslosen Zugriff auf die Daten hat.

Fazit: In Deutschland ist Verwendung von VPN legal

Ein VPN eignet sich einerseits zum Schutz der Online-Privatsphäre und andererseits zum Umgehen von Geoblocking. Nutzer profitieren dabei, dass hierzulande und in vielen weiteren Ländern die Verwendung von VPN legal ist. Illegale Aktionen sind ausdrücklich davon ausgenommen. In einigen autoritär regierten Ländern ist VPN verboten und eine Nutzung wird strafrechtlich verfolgt.

Bei den VPN-Diensten gibt es einige Unterschiede. Gratis VPN erfüllt meist keine hohen Anforderungen hinsichtlich Privatsphäre. Die führenden VPN Anbieter verlangen eine Nutzungsgebühr. Dafür stellen sie ein sicheres, schnelles und einfaches Anonymisierungstool zur Verfügung.

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